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Lesen fördern an der Volksschule Stamsried 
„Es ist allemal besser eine Zeitschrift zu lesen, als vorm Fernseher zu sitzen. Der Fernseher ist der Zeitfresser Nummer 1 für Kinder und Erwachsene", sagte unter anderem Rektor Rudolf Hofmann bei der Vorstellung all der vielen Aktivitäten, die Lehrer, Schüler, Elternbeirat, Jugendförderverein, die Büchereien in Stamsried und Roding unternehmen, um das Lesen zu fördern.
Unter der Federführung der Vorsitzenden des Jugendfördervereines und des Elternbeirates Elisabeth Reisinger und der Schulleitung wurde ein Projekt an der Schule unter dem Titel „Wir wollen das Lesen fördern" in die Wege geleitet, die sie am vergangenen Freitag der Presse vorstellten. Es soll mehr Kompetenz beim Lesen entstehen. Nicht alle Kinder lassen sich durch ein Buch verführen. Bei den Kindern ist teilweise zu wenig Lesemotivation vorhanden. Wer zuwenig Lesemotivation hat schafft es nicht zu
einem eifrigen Leser zu werden. Dem Projekt ging eine Analyse des Leseverhaltens in allen Klassen der Stamsrieder Schule voraus. Eine Auswahl der Antworten der Kinder: Bücher sind zu anstrengend, es ist zu viel Text in den Büchern, es ist einfacher einen Film dazu anzuschauen.
Rektor Rudolf Hofmann zum Thema Lesen: „Lesekompetenz ist die Bildungschance Nr. 1. Ein Film ersetzt das Lesen auf keinem Fall. Lesen und Rechtschreiben gehören zusammen. Wer Leseerfahrung hat entwickelt ein Rechtschreibgedächtnis. Nur wer Lesen kann, dem steht die Informationsgesellschaft zur Verfügung".
Die Stamsrieder Schule wurde im Rahmen des Projekts „Wir wollen das Lesen fördern" in drei Lesegruppen eingeteilt: 1. Leseranfänger 2. Fortgeschrittene Leser bis hin zur vierten Grundschulklasse und 3. Schüler der Hauptschule ab der 5. Klasse. Rektor Hofmann und Elisabeth Reisinger vom Elternbeirat: „Wir wollen die Kinder zum Lesen verführen. Dazu sind interessante und gute Bücher wichtig." Bei den Kindern sollen ferner die Ausleihmöglichkeiten und Vorteile der beiden Büchereien in Stamsried und Roding näher gebracht werden. Die Stamsrieder Volksschule verfügt über eine gut sortierte qualitativ und quantitativ hochwertige hauseigene Bücherei. Ferner steht die Pfarrbücherei im Pfarrheim in Stamsried zur Verfügung. Die Leiterin der Bücherei Frau Monika Roider und ihr Team sind stets gemüht aktuelle Bücher vorallem auch für Kinder stets vorrätig zu halten. Die Stamsrieder Volksschule arbeitet ferner mit der Stadtbücherei Roding eng zusammen. Die Stadtbücherei Roding hat der Volksschule Stamsried eine Auswahl an Büchern für die erste und zweite Grundschulklasse zusammengestellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Bücher befinden sich derzeit in Pösing und kommen anschließend bis zum Schuljahresende nach Stamsried.
Finanziert durch Jugendförderverein und Elternbeirat übergab Elisabeth Reisinger die Bücherkiste an die Schule.
Bei der Auswahl der Bücher wurden die Empfehlungen und Wünsche der Eltern berücksichtigt und auf den Sachverstand des Buchhandels zurückgegriffen. 44 Bücher von Preisträgern und alle Interessenlagen befinden sich in der Bücherkiste für die Zielgruppe der 3 und 4 Klasse. Die Bücherkiste wird stets aktualisiert. Die Bücher kommen anschließend in die Schulbücherei. Rektor Hofmann: „Jeder Leser wird da abgeholt, wo er sich derzeit bei seiner Leseerfahrung befindet". Bei der Analyse an der Schule wurde auch die Hauptschule mit einbezogen. Über die Schülersprecher der einzelnen Klasse erfuhr die Schulleitung die Interessenlage dieser Schüler. Sie wollen Zeitschriften lesen. So werden künftig wöchentlich montags vor Ort in Stamsried eine Auswahl an Zeitschriften gekauft und geliefert. Die Tageszeitungen sind an der Schule präsent. Die 7. Klasse an der Volksschule Stamsried mit Klassenleiter Günther Penzenstadtler beteiligt sich ferner am Projekt des Bayerwald-Echos „Zeitung an der Schule". Jeder Schüler der 7. Klasse erhält täglich ein Exemplar des Bayerwald-Echos und darf diese anschließend mit nach Hause nehmen. Lesen ist die wichtigste Kulturtechnik. Aus Untersuchungen und Erfahrungen ist jedoch bekannt, dass das Lesen von Büchern sowie das Vorlesen längst nicht mehr zu den selbstverständlichen Gepflogenheiten des Familienlebens oder des Erwachsenwerdens zählen. Die Entwicklung und Förderung der Lesefreude und Lesekompetenz sind aber zentrale Voraussetzungen für die Wahrnehmung von Bildungs- und Berufschancen.
Es ist deshalb eine der wichtigsten Aufgaben der Schule, dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler Sinn erfassend lesen können, und dabei werden wir vom Jugendförderverein ebenfalls unseren Beitrag leisten.
Foto und Text: Jakob Moro
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